Wenn die Bienen für den Winter eingefüttert werden, beginnt für den Imker die ruhige Zeit. Da gilt es alles, was in der hektischen Zeit liegengeblieben ist, aufzuräumen und die Gerätschaften zu warten. Und wenn das erledigt ist, dann, – ja dann kann es losgehen, mit den Bienenwachsarbeiten.
Im laufe der Saison sind immer wieder Wachsreste angefallen, die in einer Wachsschmelzkiste zu Blöcken eingeschmolzen wurden.
Jetzt ist es an der Zeit, die Bienenwachsblöcke durch mehrmaliges aufschmelzen mit Wasser zu reinigen und zu sieben. Heraus kommt ein leuchtend gelber Wachs. Ein großer Teil wird gesammelt, um daraus neue Wachsplatten (Mittelwände) für die Bienenvölker herzustellen. Aber es bleibt jedes Jahr genug übrig, um auch schöne Kerzen zu gießen. Und weil immer das Gleiche langweilig ist, gibt es ab und zu auch neue Kerzenformen. Ein Vorteil hierbei ist, dass neue Kerzenformen oder eine neue Docht-Charge erst einmal auf Tauglichkeit geprüft werden müssen, bevor die Kerzen verkauft werden können. In dieser Zeit leuchten bei uns viele Bienenwachskerzen und bringen ein schönes Ambiente in den nebeligen Herbst. Weil unsere Bienenwachskerzen nicht mit künstlichem Honigwachsduft angereichert werden, haben sie nicht den intensiven Duft, den man von industriellen Bienenwachskerzen kennt. Der Zauber der Kerzen liegt in ihrer schönen warmen Leuchtkraft.

